Pressemitteilung

Sparkassen sind Stabilitätsanker in unsicheren Zeiten und verlässliche Partner für alle Menschen

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Die Sparkassen haben auch im Jahr 2021 wieder gezeigt, dass sie Stabilitätsanker in unsicheren Zeiten und verlässliche Partner für alle Menschen sind:

  • Der Gesamtbestand an Kundenkrediten wuchs in 2021 um fast 2,5 Mrd. Euro auf fast 51,5 Mrd. Euro (+5,0 % zum Vorjahr). Damit unterstützen Sparkassen Mittelstand, Privatkunden und die öffentliche Hand.
  • 4,6 Mrd. Euro neue Wohnungsbaukredite (+8,1 %) ermöglichen den Lebenstraum von den eigenen vier Wänden.

Wir sind Sparkasse: Den Menschen immer nah und da, wenn wir gebraucht werden

Die 2,3 Mio. Privat- und Firmenkunden der rheinland-pfälzischen Sparkassen haben ihre Sparkasse als verlässliche Partnerin während der Corona-Pandemie an ihrer Seite erlebt. Mit Stundungen von Bestandskrediten sowie zusätzlichen Kreditprogrammen haben die Sparkassen einen eigenen aktiven Beitrag zur Stabilisierung der wirtschaftlichen Lage geleistet. Auch bei der Inanspruchnahme von Hilfsprogrammen des Bundes und des Landes Rheinland-Pfalz haben die Sparkassen ihre Kundinnen und Kunden aktiv unterstützt.
Solidarität und Nähe wurden auch bei der verheerenden Unwetterkatastrophe im Norden von Rheinland-Pfalz im Juli 2021 gelebt. Noch an dem darauffolgenden Wochenende haben Sparkassen in den Katastrophengebieten Sonderkreditprogramme aufgelegt, um den Menschen vor Ort schnell und zuverlässig zu helfen. Darüber hinaus sind die Sparkassen mit individuellen Vereinbarungen auf die Situation und Bedürfnisse der Menschen eingegangen.  Gemeinsam mit dem Sachversicherer aus dem Sparkassenverbund, der Provinzial, kümmerten und kümmern sich die Sparkassen vor Ort intensiv um die Schadensregulierung. Sie geben den Menschen damit Kraft und Zuversicht.
Aus einer herausragenden Solidaraktion der rheinland-pfälzischen Sparkassen in der Größenordnung von 1 Mio. Euro und sehr vielen weiteren Spenden aus der gesamten Sparkassenfamilie sowie zahlreicher Firmen und Privatpersonen konnten vom Verband über 5 Mio. Euro an die betroffenen Regionen ausgezahlt werden. Diese wiederum haben die Spenden über gemeinnützige Hilfsprojekte und -organisationen an die Menschen in Not weitergeleitet. 
„Wir Sparkassen stehen an der Seite der Menschen, die uns brauchen. Es geht um Sorgen und Nöte, um ganze Existenzen. Wir gehen #gemeinsamdadurch. Das gilt auch für die Kriegsgeflüchteten aus der Ukraine, die Girokonten brauchen, um am gesellschaftlichen Leben und am Arbeitsleben teilhaben zu können“, verdeutlichte Läsch-Weber, Präsidentin des Sparkassenverbandes Rheinland-Pfalz, die Nähe der Sparkassen zu allen Menschen in den Regionen.

Geschäftsjahr 2021: Sparkassen mit Geschäftsentwicklung zufrieden

Die rheinland-pfälzischen Sparkassen haben sich einmal mehr in einem herausfordernden Umfeld am Markt erfolgreich behaupten können. Das Kundengeschäft wuchs kräftig. Gesteigerte Provisionsüberschüsse und sonstige Kostenoptimierungen konnten den rückläufigen Zinsüberschuss kompensieren. Das Betriebsergebnis vor Bewertung stieg im Vergleich zum Vorjahr leicht an. 
Die Sparkassen in Rheinland-Pfalz konnten auch im Jahr 2021 ihre Kapitalbasis weiter verbessern, was sie zur Ausweitung ihrer Kredite sowohl an Privatkunden als auch an Unternehmen genutzt haben. Dies kam der Wirtschaft vor Ort und damit dem regionalen Wirtschaftskreislauf zugute.

Sparkassen sind starke und kompetente Partner

Der Gesamtbestand an Kundenkrediten wuchs in 2021 um fast 2,5 Mrd. Euro auf fast 51,5 Mrd. Euro (+5,0 % zum Vorjahr). Das in Anspruch genommene Kreditvolumen von Unternehmen und Selbstständigen ist um 1,5 Mrd. Euro und damit um 6,9 % gegenüber dem Vorjahr auf 23,3 Mrd. Euro gestiegen. Der gesamte Kreditbestand im Privatkundensektor umfasste zum 31. Dezember 2021 ein Volumen von fast 25,2 Mrd. Euro. Das waren 1,2 Mrd. Euro (+5,2 %) mehr als noch zum gleichen Vorjahreszeitpunkt.
Der durch die niedrigen Zinsen ausgelöste Nachfrageboom nach Immobilien hält unvermindert an und hat im Jahr 2021 noch an Dynamik dazugewonnen. Den Sparkassenkundinnen und Sparkassenkunden wurden im Jahr 2021 Wohnungsbaukredite in Höhe von 4,6 Mrd. Euro neu zugesagt. Das ist ein Anstieg um 342 Mio. Euro (+8,1 %) gegenüber dem Vorjahr und wesentlicher Treiber des Kreditneugeschäfts an Privatkundinnen und Privatkunden.
„Die eigenen vier Wände sind ein Lebenstraum vieler Menschen. Wenn es um die Verwirklichung dieses Traums geht, soll nichts dem Zufall überlassen werden. Dabei spielt das Vertrauen in den Finanzierungspartner, seine Beratungskompetenz und sein Angebot an maßgeschneiderten Lösungen eine entscheidende Rolle. All das finden die Menschen bei ihren Sparkassen. Das belegen die Zahlen eindrucksvoll“, unterstrich Frank,Geschäftsführender Direktor des Sparkassenverbandes Rheinland-Pfalz, die besondere Kompetenz der Sparkassen bei der Wohnungsbaufinanzierung.

Kundinnen und Kunden sparen weiterhin kräftig

Die Einlagen der Kundinnen und Kunden bei ihren Sparkassen wuchsen im Jahr 2021 um 2,4 Mrd. Euro auf einen Bestand von 57,7 Mrd. Euro (+4,3 % zum Vorjahr). Trotz des weiterhin hohen Einlagenzuflusses konnte der Passivüberhang aufgrund eines noch dynamischeren Wachstums im Kreditgeschäft leicht abgebaut werden. Nach wie vor bleibt dieser jedoch hoch und kostet die Sparkassen aufgrund des negativen Einlagenzinses der EZB und der höheren Beiträge der Sparkassen zur Einlagensicherung bares Geld.

Wertpapiersparen als Baustein der Vermögensbildung immer wichtiger

Die Anzahl der Kundendepots der rheinland-pfälzischen Sparkassenkunden (Sparkassen-, Deka- und S-Broker-Depots) stieg im Jahr 2021 um 3,5 % auf insgesamt 339.998.
„Im Jahr 2021 haben die Kundinnen und Kunden der rheinland-pfälzischen Sparkassen 66.325 neue Sparpläne bei der Deka angelegt. Dies entspricht einer Steigerung von 42,3 % gegenüber dem Vorjahr. Durch regelmäßiges Sparen, die attraktiven Renditechancen der Deka-Fonds, die automatische Wiederanlage der Fondserträge und die mit der Anlagedauer zunehmende Auswirkung des Zinseszinseffektes können auch mit Sparraten ab bereits 25 Euro kleine Vermögen aufgebaut werden“, unterstrich Frank die Bedeutung des Wertpapiersparens als Baustein der Vermögensbildung.

Ordentliche Betriebsergebnisse

Die im Vorjahr befürchteten Auswirkungen der Corona-Pandemie im Jahr 2021 fielen geringer aus als erwartet. Eine Insolvenzwelle blieb aus. Die Wertpapiermärkte präsentierten sich im vergangenen Jahr außergewöhnlich robust. Das Bewertungsergebnis im Jahr 2021 fiel vor diesem Hintergrund deutlich günstiger aus, wodurch die Risikovorsorge reduziert werden konnte. 
Das Betriebsergebnis vor Bewertung stieg im Vergleich zum Vorjahr um 5,3 Mio. Euro auf 479,4 Mio. Euro. Das Betriebsergebnis nach Bewertung hat sich um 98,8 Mio. Euro auf 347,9 Mio. Euro erhöht. 

Wir sind Sparkasse: Verlässliche Partner für alle Menschen – insbesondere in unsicheren Zeiten

Der völkerrechtswidrige Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine wird uns alle in 2022 und weit darüber hinaus in besonderer Weise fordern. Die Versorgung der Kriegsgeflüchteten und die Sicherung ihrer Teilhabe am gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Leben werden Deutschland und Europa vor eine historische Herausforderung stellen. Eine Herausforderung vor allem für die Kommunen, die für die Versorgung und die Infrastruktur vor Ort zuständig sind.
Schon von ihrem Geschäftsmodell her spielen direkte Russlandgeschäfte bei den Sparkassen praktisch keine Rolle. Doch rechnen wir mit deutlichen Zweit- und Drittrundeneffekten, die nach und nach spürbar werden: deutliche Preiserhöhungen und Lieferengpässe. 
Die Sparkassen unterstützen als kommunal getragene Institute die Kommunen durch Spenden, durch das Engagement ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei der Betreuung und durch die Sicherung von Kontoverbindungen. Denn ein Girokonto ist entscheidend dafür, dass die aus der Ukraine geflüchteten Menschen in Deutschland leben und arbeiten sowie auch schnell und zuverlässig Zugang zu staatlichen Unterstützungsleistungen bekommen können. Inzwischen haben die rheinland-pfälzischen Sparkassen ca. 1.500 Girokonten für Kriegsgeflüchtete aus der Ukraine eröffnet.
Durch die anhaltende Null- und Negativzinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) wird Vermögensbildung in der Breite immer schwieriger. Die rasant steigende Inflation beschleunigt diesen Prozess zusätzlich. Der Angriffskrieg Russlands in der Ukraine und die weitreichenden Wirtschaftssanktionen gegenüber Russland werden dem Preisauftrieb im laufenden Jahr zusätzliche Dynamik verleihen. Bis zu 6 Prozent Preissteigerung sind nicht ausgeschlossen. 
„Inflation ist sozial ungerecht, weil die steigenden Lebenshaltungskosten Menschen mit niedrigem Einkommen besonders stark treffen. Inflation gefährdet wegen des Risikos einer Lohn-Preis-Spirale die wirtschaftliche Erholung nach der Corona-Pandemie. Inflation und niedriges Zinsniveau entwerten schleichend die Einlagen der Sparerinnen und Sparer“, brachte Läsch-Weber die Situation auf den Punkt. „Die Europäische Zentralbank muss angesichts weiter anziehender Inflationsraten das Ende ihrer ultra-expansiven Geldpolitik einläuten. Über Jahre hat sie mit Negativzinsen und milliardenschweren Anleihekäufen die Inflation gefördert, um an die Zielmarke von 2 % Preissteigerung heranzukommen. Nun ist sie gefordert, ebenso nachdrücklich die Inflation im Euroraum auf eben diese 2 % zu begrenzen.“

Wir sind Sparkasse: Seit 200 Jahren per se nachhaltig

Seit 200 Jahren stehen die Sparkassen in kommunaler Trägerschaft mit ihrem Geschäftsmodell für gesellschaftlich verantwortungsvolles Handeln. Sie sind nicht nur kommunal verankert, gemeinwohlorientiert und ihrem öffentlichen Auftrag verpflichtet, sondern als Teil der regionalen Wirtschaftskreisläufe ein Stützpfeiler der heimischen Wirtschaft und des gesellschaftlichen Engagements. 
„Mit dieser DNA werden unsere Sparkassen ihre Kundinnen und Kunden auf dem Weg zu nachhaltigem Wirtschaften mit Rat und Tat unterstützen – und auch selbst Vorreiter für nachhaltig verantwortliches Wirtschaften und Handeln in den Nachhaltigkeitsdimensionen Ökonomie, Ökologie und Soziales sein“, unterstrich Läsch-Weber den Beitrag der Sparkassen zur Nachhaltigkeit.
Sparkassen, Landesbanken und Deutsche Leasing haben direkten Zugang zu drei Vierteln der deutschen Unternehmen. Rund 42 % der Kreditmittel kommen aus der Sparkassen-Finanzgruppe. Wir verfügen über höchstes Vertrauen und über besondere Glaubwürdigkeit bei der Begleitung dieser Transformation. Deshalb müssen und wollen Sparkassen auch Unternehmen finanzieren, die heute noch nicht nachhaltig sind, aber sich nachvollziehbar auf den Weg machen wollen bzw. schon gemacht haben.
Dazu bekennen sich die Sparkassen auch in der „Selbstverpflichtung deutscher Sparkassen für klimafreundliches und nachhaltiges Wirtschaften“. Bundesweit haben diese bereits mehr als 200 Sparkassen unterzeichnet – in Rheinland-Pfalz sind bereits jetzt alle Sparkassen beigetreten. Ein starkes und überzeugendes Signal!
Abschließend verdeutlicht Läsch-Weber den Wesenskern der Sparkassen: „Sparkassen sind Stabilitätsanker in unsicheren Zeiten, weil sie in ihrer jeweiligen Region kommunal fest verankert sind sowie ein grundsolides, realwirtschaftliches Geschäftsmodell haben, das sich immer wieder den gesellschaftlichen Notwendigkeiten anpasst und trotzdem den Wesenskern der Marke Sparkasse bewahrt.
Angesichts der enormen gesellschafts-, wirtschafts- und umweltpolitischen Herausforderungen müsste man öffentlichen Zwecken dienende Sparkassen erfinden – wenn es sie nicht schon seit mehr als 2 Jahrhunderten gäbe - Weil’s um mehr als Geld geht!“

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