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Die Sparkassen in Rheinland-Pfalz trotzen schwierigem Umfeld: Sparkassenverband Rheinland-Pfalz stellt auf Bilanzpressekonferenz solide Zahlen für 2025 vor und formuliert Forderungen an die neue Landesregierung
• Rheinland-pfälzische Sparkassen mit solider Bilanz 2025: Die Bilanzsumme steigt auf 75,6 Milliarden Euro (+ 1,1 Prozent) und das Kundenkreditvolumen wuchs auf 54,3 Milliarden Euro (+ 1,3 Prozent zum Vorjahr)
• Forderungen an neue Landesregierung: Wohnungsbauförderung vereinfachen, kommunale Finanzen verbessern, Bürokratieabbau effektiv umsetzen und Finanzbildung stärken
• Digitale Agenda: Der Start von S-Neo steht kurz bevor und WERO im Fokus
• Gesellschaftliches Engagement immer wichtiger: SVRP fördert unter anderem den alle zwei Jahre verliehenen Förderpreis Krebsforschung und -prävention sowie den jährlichen Kinderschutzpreis in Rheinland-Pfalz
Der Sparkassenverband Rheinland-Pfalz (SVRP) hat in seiner Bilanzpressekonferenz die zusammengefassten Geschäftszahlen der 20 rheinland-pfälzischen Sparkassen für das Jahr 2025 vorgestellt. Die Institute zeigen sich trotz geopolitischer Verwerfungen, anhaltender Konjunkturschwäche und wachsendem Regulierungsdruck als stabile Säule der regionalen Wirtschaft. Gleichzeitig richtet der Verband klare Erwartungen an die neue Landesregierung – zu Wohnungsbau, kommunaler Finanzausstattung, digitalem Zahlungsverkehr und dem Abbau bürokratischer Lasten.
Globale Unsicherheit gefährdet Wirtschaft vor Ort
Das Jahr 2025 war und 2026 ist bis dato von geopolitischen Risiken – darunter die Kriege in der Ukraine, dem Gaza-Streifen und Iran sowie die Unsicherheiten bzw. Konflikte rund um die US-Handelspolitik – geprägt. Die Weltwirtschaft zeigte sich im Jahr 2025 mit einem realen Wachstum von 3,3 Prozent aber erstaunlich widerstandsfähig – Deutschland hinkte mit einem BIP-Wachstum von lediglich 0,2 Prozent allerdings hinterher. Parallel dazu ist die Nettoinvestitionsquote in Deutschland – also das Verhältnis von langfristigen Anlageinvestitionen abzüglich der Abschreibungen dieser Anlagen – zum zweiten Mal in Folge negativ (-0,2 Prozent). Das bedeutet, dass die wirtschaftliche Substanz in ganz Deutschland zusehends abnimmt.
Die Folgen sind auch in Rheinland-Pfalz zu sehen: Die Nettoinvestitionsquote sank ins Negative (-0,19 Prozent) und die Zahl der Unternehmensinsolvenzen stieg im Jahr 2025 um 16,4 Prozent auf 1.002 Fälle (861 im Vorjahr). Die für Rheinland-Pfalz besonders wichtige Exportwirtschaft ist stark belastet, das Investitionsklima leidet immer mehr und gefährdet das ohnehin schwache Wirtschaftswachstum in Rheinland-Pfalz.
Sparkassenzahlen 2025: Solide Basis im schwierigen Markt
Trotz dieses schwierigen Umfelds schließen die 20 Sparkassen in Rheinland-Pfalz das Geschäftsjahr 2025 mit einer gestiegenen Bilanzsumme von 75,6 Milliarden Euro (+1,1 Prozent) ab. Das Kundenkreditvolumen wuchs um 690 Millionen Euro auf 54,3 Milliarden Euro (+1,3 Prozent).
Verbandspräsident Thomas Hirsch ordnet die Lage ein: „Die wirtschaftliche Realität in Rheinland-Pfalz ist hart. Wir sehen eine steigende Zahl an Insolvenzen, eine schwächelnde Industrie, Einbrüche am Arbeitsmarkt, das Wegbrechen öffentlicher Infrastruktur und Kommunen unter enormen Finanzierungsdruck. Gleichzeitig sehen wir, dass Sparkassen genau in diesem Umfeld ihre Stärke zeigen: Wir sind da, wenn andere bereits weg sind. Wir helfen Lösungen zu finden, ob bei der Finanzierung öffentlicher Einrichtungen, gewerblicher Investitionen oder beim Wohnungsbau.“
Und weiter: „Unsere Institute haben 2025 in einem schwierigen Umfeld bewiesen, was öffentlich-rechtliches Bankgeschäft bedeutet: Verlässlichkeit, nicht Renditeoptimierung. Wir haben mehr Unternehmenskredite vergeben, mehr Wohnraum finanziert und mehr Menschen bei der Vermögensbildung begleitet – trotz steigender Kosten und wachsendem Bewertungsdruck!“
Verbandsgeschäftsführer Roman Frank ergänzt diese Einordnung mit weiteren Zahlen. Die Darlehenszusagen an Unternehmen und Selbstständige erreichten im Jahr 2025 fast 4,5 Milliarden Euro (+10,5 Prozent) und das Kreditvolumen in dieser Gruppe ist um 269 Millionen Euro auf über 25,6 Milliarden Euro gestiegen (+1,1 Prozent). „Besonders dynamisch entwickelte sich das Privatkundengeschäft: Die zugesagten Wohnungsbaufinanzierungen – dem größten Segment des privaten Kreditgeschäfts der Sparkassen – stiegen auf knapp 3,4 Milliarden Euro, ein Plus von 27 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Allerdings von einem sehr niedrigen Niveau her kommend“, so Frank.
Die Einlagen aller Kundengruppen kletterten auf 58,3 Milliarden Euro (+1,4 Prozent), getrieben vor allem durch starke Zuflüsse in täglich fällige Einlagen (+4,9 Prozent auf knapp 40 Milliarden Euro).
Mit Blick auf das erste Quartal 2026 ist keine wesentliche Stimmungsaufhellung in der Wirtschaft zu sehen – die Dynamik nimmt eher ab: Das Darlehensneugeschäft der rheinland-pfälzischen Sparkassen sank bis zum 31.03.2026 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 302 Millionen Euro auf 1,8 Milliarden Euro (-14,2 Prozent).
Betriebsergebnis der Sparkassen in Rheinland-Pfalz
Im Jahr 2025 ist das Betriebsergebnis vor Bewertung mit 1,08 Prozent der durchschnittlichen Bilanzsumme (DBS) nahezu konstant geblieben (Vorjahr 1,12 Prozent). Gleichzeitig stieg der ordentliche Aufwand auf 1,59 Prozent der DBS (1,51 Prozent im Vorjahr). Dies ist auch auf höhere Kosten der Sparkassen durch Tariferhöhungen und allgemeine Preissteigerungen zurückzuführen. Der von 0,70 Prozent auf 0,72 Prozent der DBS leicht gestiegene Provisionsüberschuss sowie der leicht verbesserte Zinsüberschuss von 1,89 Prozent der DBS (1,88 Prozent im Vorjahr) konnten den Anstieg des ordentlichen Aufwandes nur zu einem Teil kompensieren. Das Betriebsergebnis nach Bewertung liegt bei 0,34 Prozent der DBS.
Die 20 Institute beschäftigen rund 10.500 Mitarbeitende, darunter 754 Auszubildende und Trainees, und betreiben 569 Filialen (davon 325 mitarbeiterbesetzt) sowie 180 mobile Haltestellen.
Wohnungsbau: Trendwende einleiten – jetzt
Auf niedrigem Niveau ist auch das im Jahr 2025 über die Sparkassen von der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) zugesagte Förderkreditvolumen für den privaten Wohnungsbau in Rheinland-Pfalz. Dieses wuchs um 7,1 Prozent auf knappe 400 Millionen Euro. Aktuell fließt das Geld also eher langsam in die heimische Bauwirtschaft, wodurch der im Wohnungsbau und in der Wirtschaft insgesamt dringend benötigte Aufschwung bisher ausbleibt.
Nichtsdestotrotz zeigt der rheinland-pfälzische Wohnungsmarkt erste Anzeichen für eine Belebung: Die Baugenehmigungen stiegen 2025 um 22 Prozent auf 3.718 Neubauten, nachdem in den beiden Vorjahren ein deutlicher Rückgang zu verzeichnen war. Die Anzahl der Wohnungen, die in diesen Gebäuden entstehen sollen, stieg auf 9.856 (+ 23,1 Prozent gegenüber 2024).
Doch der Bedarf übersteigt das Angebot bei weitem: Allein in Rheinland-Pfalz fehlen rund 135.000 Wohnungen, Tendenz steigend. Bis 2030 könnte die Lücke auf 200.000 anwachsen. Beim Sozialwohnungsbau ist es ähnlich: Derzeit gibt es in Rheinland-Pfalz rund 36.000 Sozialwohnungen, gut 10.000 weniger als noch 2024, benötigt werden bis 2030 aber doppelt so viele wie aktuell vorhanden.
Deutschland belegt mit einer Wohneigentumsquote von unter 43 Prozent den vorletzten Platz in Europa, weit abgeschlagen hinter dem EU-Durchschnitt von 68 Prozent. In Rheinland-Pfalz liegt die Quote bei 51,3 Prozent, mit einer sehr breiten Spreizung im Land. Nur sechs Prozent der 30- bis 44-jährigen Miethaushalte überwinden heute noch die Eigenkapitalhürde beim Ersterwerb.
Damit sich das ändert, muss der Weg durch den Förderdschungel in Zukunft einfacher werden. Die Verwendungszwecke der verschiedenen Förderprogramme sind klarer zuzuordnen und perspektivisch in eine modulare Förderung umzustellen. Vor allem müssen die Programme einfacher und an die Lebensrealitäten angepasst werden.
Sparkassenpräsident Hirsch dazu: „Wohneigentum ist keine Frage des Lebensstils. Es ist Altersvorsorge, gesellschaftliche Stabilität und Inflationsschutz in einem. Wer Eigentumsbildung erschwert, schwächt langfristig die soziale Mitte und wirtschaftliche Stabilität. Wir brauchen unterschiedlichste Wohnangebote, vor allem auch sozialen Wohnungsbau.
Die im Koalitionsvertrag der neuen Landesregierung geplante Beschleunigung der Verfahren bei der Förderbank ISB durch Vereinfachung und verstärkte Digitalisierung der Prozesse ist ein dramatisch wichtiger Anfang. Die neue Koalition muss hier die Prioritäten anpassen und auch an weiteren richtigen Stellschrauben drehen: Reform der Grunderwerbsteuer, Freibeträge für Ersterwerber, verlässliche Fördermodelle und vereinfachte Baustandards.“
Bundesbaugesellschaft: Gut gemeint, aber der falsche Weg
Die rheinland-pfälzischen Sparkassen haben 2025 mit 3,4 Milliarden Euro Wohnungsbaufinanzierungen einen guten Beitrag zur Wohnraumversorgung geleistet. Mit der LBS Süd steht dabei ein starker Partner bereit: Die größte Landesbausparkasse mit 38 Milliarden Euro Bilanzsumme begleitet Familien und Privatpersonen mit Zinssicherheit sowie zinsgünstigen Bauspardarlehen beim Eigenkapitalaufbau und dem Weg zum Wohneigentum.
Zur von der Bundespolitik jetzt ins Spiel gebrachten „Bundesgesellschaft für bezahlbaren Wohnungsbau" sagt SVRP-Präsident Thomas Hirsch: „Es gibt bereits viele kommunale Wohnungsunternehmen und die Wohnungsnot löst man nicht mit einer neuen Bundesbehörde – man löst sie, indem man private Investitionen erleichtert, Förderprogramme vereinfacht, Genehmigungen beschleunigt und den Ersterwerb attraktiver macht. Die Sparkassen und die LBS Süd stehen bereit. Was wir brauchen, sind die richtigen Rahmenbedingungen, keine staatlichen Parallelstrukturen."
Kommunale Finanzen: Strukturelles Problem fordert strukturelle Lösung
Die finanzielle Lage der Kommunen in Rheinland-Pfalz bleibt dramatisch angespannt. Steigende Sozialausgaben, sinkende Steuereinnahmen und hohe Investitionsbedarfe belasten die Haushalte. Zwar hat die bisherige Landesregierung mit Sonderprogrammen und erhöhten Finanzausgleichszahlungen reagiert, die strukturelle Unterfinanzierung der Kommunen besteht jedoch fort. Für die Sparkassen ist das keine abstrakte Debatte: Kommunen sind Träger der Sparkassen, Kreditnehmer und Investitionspartner zugleich.
„Finanzschwache Kommunen können nicht investieren – und wo nicht investiert wird, fehlt Infrastruktur, fehlt Wirtschaftsförderung, fehlen Arbeitsplätze, fehlt Lebensqualität. Das trifft die Menschen und die Wirtschaft direkt. Die neue Landesregierung muss die kommunale Finanzausstattung dauerhaft und strukturell verbessern, nicht mit Programmen, sondern mit einer zuverlässigen und effizienten Finanzlandschaft“, so Verbandspräsident Hirsch, auch aus seiner Erfahrung als kommunaler Spitzenvertreter.
WERO und Digitaler Euro: Europäische Souveränität im Zahlungsverkehr
Der SVRP treibt gemeinsam mit den rheinland-pfälzischen Sparkassen die Verbreitung von WERO voran – der ersten europäischen kontobasierten Zahlungslösung, entwickelt von Sparkassen, Volksbanken, der Deutschen Bank sowie Partnerbanken aus Frankreich, den Niederlanden, Belgien und Luxemburg. WERO zählt bald über 60 Millionen Nutzer, davon rund sieben Millionen in Deutschland.
Für SVRP-Geschäftsführer Roman Frank ist es daher folgerichtig, dass immer mehr Kommunen WERO als Bezahloption in kommunalen Portalen verankern: für u. a. das Bezahlen des Ausweises, der Gewerbeanmeldung oder der Kitagebühren. Die Sparkassen als kommunale Hausbanken und Mitgestalter eines souveränen europäischen Zahlungsverkehrs begleiten aktiv die Kommunen bei der Implementierung.
„Wir wünschen uns, dass auch die Landesbehörden mitziehen und WERO anbieten, denn WERO ist echte europäische digitale Souveränität im Zahlungsverkehr. Wer nicht möchte, dass europäische Verbraucher dauerhaft auf US-amerikanische Zahlungsplattformen angewiesen sind, muss WERO unterstützen. Dass wir es ernst meinen, zeigen die Kooperationen mit bestehenden Zahlungssystemen in Italien, Spanien und den skandinavischen Ländern. Der geplante Digitale Euro der EZB sollte auf unserer bewährten WERO-Infrastruktur aufbauen, denn nur so wird aus einem politischen Projekt eine alltagstaugliche Lösung“, erläutert Frank.
Digitalisierung und Wertpapieroffensive: S-Neo als Wachstumsmotor
Das nächste Level für die digitale Transformation und die Wertpapieroffensive der Sparkassen wird S-Neo sein, das Mitte des Jahres flächendeckend startet. Die Sparkassen, auch in Rheinland-Pfalz, bündeln mit S-Neo moderne Beratungs- und Abwicklungsprozesse für das Wertpapiergeschäft in der S-App und machen das Traden für Selbstentscheiderinnen sowie Selbstentscheider einfacher.
Dass Aktien, Fonds und ETFs als Sparformen zunehmend an Bedeutung gewinnen, zeigen die Zahlen: Die Anzahl der Kundendepots der rheinland-pfälzischen Sparkassenkundinnen und -kunden (Sparkassen-, Deka- und S-Broker-Depots) erhöhte sich im Jahr 2025 auf insgesamt 357.553 (+3,8 Prozent). Im Wertpapiergeschäft stieg das Umsatzvolumen der Sparkassen in Rheinland-Pfalz im Vergleich zum Vorjahr deutlich um 1,5 Milliarden Euro auf 11,3 Milliarden Euro (+15 Prozent). „Höhere Umsätze gegenüber dem Vorjahr konnten dabei in allen Anlageklassen verzeichnet werden“, ordnet Roman Frank ein.
Thomas Hirsch betont die strategische Dimension: „Die zunehmende Komplexität des geopolitischen Umfelds macht digitale Resilienz zur Pflichtaufgabe, auch und gerade für das digitale Angebot und die IT-Infrastruktur der Sparkassen. Wer die Versorgung der Bevölkerung mit Finanzdienstleistungen langfristig sichern, den Wohlstand in global herausfordernden Zeiten erhalten und individuellen Vermögensaufbau ermöglichen will, muss heute in robuste, zukunftsfähige Systeme investieren. Das tun wir gemeinsam mit den Sparkassen.“ Mehr noch: Als führender IT-Dienstleister bundesweit unterstützt die Sparkassen-eigene „Finanzinformatik“ die Kommunen beim Ausbau ihrer digitalen Resilienz. Erste Pilotkommunen sind in das Projekt gestartet, ganz vorne mit dabei Rheinland-Pfalz mit dem Landkreis Kaiserslautern.
Koalitionsvertrag: Gute Ansätze, aber mit Lücken
Die neue rheinland-pfälzische Landesregierung ist seit wenigen Tagen im Amt und der Koalitionsvertrag zwischen CDU und SPD enthält eine Reihe von Vorhaben, die der Sparkassenverband Rheinland-Pfalz ausdrücklich begrüßt. Darunter beispielsweise das Bekenntnis zum Eigenheim, die geplante Stärkung der Kommunalfinanzen und die Vereinfachung des Förderwesens. Dennoch wünscht sich der SVRP insbesondere zur finanziellen Bildung mehr Initiative von der neuen Koalition.
„Finanzielle Bildung kommt im Koalitionsvertrag leider nicht vor und diese Lücke müssen wir benennen. Wir investieren traditionell in die Finanzbildung junger Menschen und setzen damit seit Generationen ein Zeichen – unter anderem mit unserem SchulService oder dem Planspiel Börse“, sagt SVRP-Präsident Hirsch. Im Jahr 2025 nahmen über 5.400 Teilnehmende in Rheinland-Pfalz am Planspiel Börse teil und lernten die Funktionsweise des Kapitalmarktes spielerisch kennen – in einer Zeit, in der finanzielle Grundkompetenz gesellschaftlich relevanter ist denn je.
Hirsch weiter: „Finanzielle Bildung ist Daseinsvorsorge. Wer jungen Menschen beibringt, mit Geld umzugehen, stärkt ihre Eigenverantwortung und ihre gesellschaftliche Teilhabe. Das ist Teil unseres öffentlichen Auftrags, und wir nehmen ihn seit Jahrzehnten ernst. Hier wünschen wir uns von der neuen Landesregierung mehr Handlungsbereitschaft.“
Bei der in Rheinland-Pfalz besonders wichtigen Elementarschadenversicherung befürwortet die Koalition eine Pflichtversicherung auf Bundesebene. Der SVRP und die Sparkassen-Finanzgruppe insgesamt hingegen favorisieren ein Opt-out-Modell, das Menschen wirksam schützt, ohne dass der Staat gesetzgeberisch eingreifen muss. „Eine staatliche Pflichtversicherung ist unserer Meinung nach der bürokratische Weg. Eine Versicherungspflicht dagegen mit einem Opt-out-Modell schützt die Menschen genauso wirksam und wahrt dabei die Verhältnismäßigkeit", so Hirsch weiter.
Der Sparkassenverband Rheinland-Pfalz hat der neuen Landesregierung in Mainz ein Positionspapier vorgelegt.
- Das Positionspapier kann hier heruntergeladen werden: Positionspapier SVRP
Gesellschaftliches Engagement: Kinderschutz, Krebsprävention und mehr
Über das Kerngeschäft hinaus engagieren sich die Sparkassen in Rheinland-Pfalz in zentralen gesellschaftlichen Feldern. Der SVRP unterstützt neuerdings beispielsweise den jedes zweite Jahr verliehenen Förderpreis Krebsforschung und -prävention mit einer Spende von 5.000 Euro.
Zum anderen engagiert sich der Verband bei der Ausrichtung und Verleihung des jährlich verliehenen Kinderschutzpreises des Kinderschutzbundes Rheinland-Pfalz, der mit 3.000 Euro dotiert ist. Dazu kommt beispielsweise die Unterstützung von Jugend trainiert für Olympia & Paralympics, Jugend musiziert und Jugend forscht mit zusammen knapp 25.000 Euro.
Insgesamt reichten die Sparkassen in Rheinland-Pfalz und der SVRP 25,9 Millionen Euro aus, um das sportliche sowie kulturelle Angebot und das gemeinschaftliche Miteinander in den Regionen im Land zu fördern, stellte Alexander Schaubeck als zuständiger Geschäftsbereichsleiter beim SVRP und stellvertretender Verbandsgeschäftsführer dar.
Über den Sparkassenverband Rheinland-Pfalz
Der Sparkassenverband Rheinland-Pfalz ist die Dachorganisation der 20 rheinland-pfälzischen Sparkassen und deren kommunalen Träger. Er hält Beteiligungen an verschiedenen Unternehmen der Sparkassen-Finanzgruppe, darunter die DekaBank, die Berliner Sparkasse, die LBS Landesbausparkasse Süd und weitere Verbundunternehmen sowie an den drei großen öffentlichen Versicherern: Der Versicherungskammer Bayern, der Provinzial Versicherung und der SparkassenVersicherung. Mit einer Bilanzsumme von mehr als 75 Milliarden Euro, rund 10.500 Mitarbeitenden und mehr als zwei Millionen Girokonten sind die Sparkassen eine tragende Säule der rheinland-pfälzischen Wirtschaft und Gesellschaft. Sie stehen für Kundennähe, nachhaltige Finanzlösungen und eine starke Verantwortung für die wirtschaftliche und auch gesellschaftliche Entwicklung in Rheinland-Pfalz.
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Thobias Quaß
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